Während ihres Forschungsaufenthalts war Postdoktorandin und FAU CHREN Mitglied
Dr. Gemma Lligadas González von September bis Dezember 2025 als Visiting Fellow am
Lauterpacht Centre for International Law der Universität Cambridge in London tätig.
Forschungsprojekt zu hegemonialer Macht und internationalem Recht
Während dieses Aufenthalts untersuchte Dr. Lligadas González, wie der zunehmende Wettbewerb zwischen Großmächten das internationale Recht verändert. Ihr Forschungsprojekt analysiert die Rolle von Institutionen wie den Vereinten Nationen in einer sich wandelnden multipolaren Ordnung. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Verhältnis zwischen abnehmender hegemonialer Macht und internationalem Recht, der Erosion der Menschenrechte als normative Grundpfeiler der globalen Ordnung im Kontext zunehmender Autokratisierung sowie den normativen Quellen der institutionellen Resilienz des internationalen Rechtssystems. Insgesamt widmet sich das Projekt den umfassenderen strukturellen Veränderungen, die das internationale Recht als System betreffen. Es verbindet theoretische und methodische Ansätze aus dem Völkerrecht und den Internationalen Beziehungen, um die strukturelle Transformation des internationalen Rechts zu analysieren – ein Vorhaben, das angesichts der gegenwärtigen Phase erhöhter globaler politischer Spannungen besondere Relevanz besitzt.
Ergebnisse des Forschungsaufenthaltes
Zu den Ergebnissen des Forschungsaufenthalts gehört neben der Veröffentlichung von zwei Fachartikeln zu den genannten Themen auch die Organisation eines Workshops am Lauterpacht Centre gemeinsam mit Prof. Dr. Jan Klabbers mit dem Titel „Piercing the Dogma: Rethinking International Law and International Organizations in Times of Crisis“. Der Workshop untersuchte, wie die gegenwärtige Krise des Multilateralismus das internationale Recht und internationale Organisationen verändert, während Staaten sich teilweise aus traditionellen Institutionen zurückziehen und neue Akteur:innen an Einfluss gewinnen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der wachsenden Rolle privater und nicht-staatlicher Akteur:innen sowie auf Verschiebungen in der globalen Machtverteilung, etwa der zunehmenden Multipolarität und der stärkeren Positionierung des Globalen Südens, die etablierte dogmatische Annahmen herausfordern und zu einer nicht-dogmatischen theoretischen Neubewertung anregen.

Darüber hinaus nahm Dr. Lligadas González aktiv am akademischen Leben des Lauterpacht Centre teil und beteiligte sich an den verschiedenen wissenschaftlichen Veranstaltungen des Zentrums.
Während ihres Forschungsaufenthalts war Postdoktorandin und FAU CHREN Mitglied
Dr. Gemma Lligadas González von September bis Dezember 2025 als Visiting Fellow am
Lauterpacht Centre for International Law der Universität Cambridge in London tätig.
Forschungsprojekt zu hegemonialer Macht und internationalem Recht
Während dieses Aufenthalts untersuchte Dr. Lligadas González, wie der zunehmende Wettbewerb zwischen Großmächten das internationale Recht verändert. Ihr Forschungsprojekt analysiert die Rolle von Institutionen wie den Vereinten Nationen in einer sich wandelnden multipolaren Ordnung. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Verhältnis zwischen abnehmender hegemonialer Macht und internationalem Recht, der Erosion der Menschenrechte als normative Grundpfeiler der globalen Ordnung im Kontext zunehmender Autokratisierung sowie den normativen Quellen der institutionellen Resilienz des internationalen Rechtssystems. Insgesamt widmet sich das Projekt den umfassenderen strukturellen Veränderungen, die das internationale Recht als System betreffen. Es verbindet theoretische und methodische Ansätze aus dem Völkerrecht und den Internationalen Beziehungen, um die strukturelle Transformation des internationalen Rechts zu analysieren – ein Vorhaben, das angesichts der gegenwärtigen Phase erhöhter globaler politischer Spannungen besondere Relevanz besitzt.
Ergebnisse des Forschungsaufenthaltes
Zu den Ergebnissen des Forschungsaufenthalts gehört neben der Veröffentlichung von zwei Fachartikeln zu den genannten Themen auch die Organisation eines Workshops am Lauterpacht Centre gemeinsam mit Prof. Dr. Jan Klabbers mit dem Titel „Piercing the Dogma: Rethinking International Law and International Organizations in Times of Crisis“. Der Workshop untersuchte, wie die gegenwärtige Krise des Multilateralismus das internationale Recht und internationale Organisationen verändert, während Staaten sich teilweise aus traditionellen Institutionen zurückziehen und neue Akteur:innen an Einfluss gewinnen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der wachsenden Rolle privater und nicht-staatlicher Akteur:innen sowie auf Verschiebungen in der globalen Machtverteilung, etwa der zunehmenden Multipolarität und der stärkeren Positionierung des Globalen Südens, die etablierte dogmatische Annahmen herausfordern und zu einer nicht-dogmatischen theoretischen Neubewertung anregen.
Darüber hinaus nahm Dr. Lligadas González aktiv am akademischen Leben des Lauterpacht Centre teil und beteiligte sich an den verschiedenen wissenschaftlichen Veranstaltungen des Zentrums.