Preisträgerin des FAU Rudolf Benario Human Rights Award 2026: Ligia Bolívar

1280px-Ligia_Bolívar_CIDH_Foto_Daniel_Cima_Lizenz_CC BY-SA_2.0
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Die FAU hat den Rudolf Benario Human Rights Award 2026 an die venezolanische Soziologin und Menschenrechtsaktivistin Ligia Bolívar verliehen, in Anerkennung ihrer herausragenden weltweiten Beiträge zur Förderung der Menschenrechte. Der Preis würdigt insbesondere ihr Engagement für Migrant*innen und Flüchtlinge sowie ihre Bemühungen, Menschenrechtsverletzungen in Venezuela zu dokumentieren.

Über die Preisträgerin Ligia Bolívar

Ligia Bolívar ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Menschenrechte der Universidad Católica Andrés Bello (UCAB) in Caracas, Venezuela, und lebt derzeit im Exil in Kolumbien. Zuvor war sie Direktorin des UCAB-Zentrums für Menschenrechte sowie regionale Vertreterin von Amnesty International für Lateinamerika und die Karibik, Spanien und Portugal. Darüber hinaus leitete sie ein Projekt zur Beteiligung der Zivilgesellschaft im Rahmen der Justizreforminitiative des Obersten Gerichtshofs von Venezuela. Im Laufe ihrer Karriere war sie zudem als Beraterin für verschiedene Organisationen tätig, darunter das Interamerikanische Institut für Menschenrechte. Sie ist Gründerin des Venezolanischen Programms für Bildung und Aktion im Bereich Menschenrechte (PROVEA), einer führenden Nichtregierungsorganisation in der Region. In den letzten Jahren hat sie sich nachdrücklich gegen autoritäre Tendenzen sowohl in der aktuellen Maduro-Regierung in Venezuela als auch in der Trump-Regierung in den Vereinigten Staaten ausgesprochen.

Michael Schneeberger, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons. Rudolf Benario ca. 1930 im Alter von 22 Jahren.
Rudolf Benario ca. 1930 im Alter von 22 Jahren. Image: [Michael Schneeberger], CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Über den Rudolf Benario Human Rights Award 2026

Bei ihrer Entscheidung berücksichtigte die Jury die Beiträge der Nominierten sowohl zur akademischen als auch zur aktivistischen Menschenrechtsarbeit. Sie berücksichtigte zudem die Schwere des Drucks, die prekären Bedingungen, die Risiken und die Bedrohungen, denen die Nominierten ausgesetzt sind, sowie die Frage, ob sie bereits zuvor Auszeichnungen oder andere Formen der Unterstützung erhalten hatten. Schließlich war es der Jury ein Anliegen, auf eine besonders dringliche globale Menschenrechtssituation aufmerksam zu machen.

Die diesjährige Preisverleihung – die dritte ihrer Art – markiert zugleich die Umbenennung des Preises zu Ehren von Dr. Rudolf Benario, einem Doktoranden der FAU, der sich gegen die Komplizenschaft mit dem NS-Regime wandte und 1933 in Dachau ermordet wurde.

Das Datum der Feierlichkeit zum Gedenken an Rudolf Benario und zur Ehrung von Ligia Bolívar wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Header Image: [Daniel Cima], Lizenz: CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.