Am 28. September 2026 verleiht die FAU Erlangen-Nürnberg den FAU Rudolf Benario Human Rights Award 2026 an Ligia Bolívar. Mit dem Preis würdigt die Universität ihr herausragendes Engagement für die Menschenrechte. Die diesjährige Preisverleihung findet zum dritten Mal statt und markiert zugleich die Umbenennung des Preises zu Ehren von Dr. Rudolf Benario, einem ehemaligen Doktoranden der FAU, der sich gegen die Komplizenschaft mit dem NS-Regime wandte und 1933 im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde.
Feierliche Preisverleihung im Marmorsaal
Die feierliche Preisverleihung findet ab 18:00 Uhr im Marmorsaal des Gewerbemuseums Nürnberg statt. Die Veranstaltung verbindet die Würdigung der Preisträgerin mit der Erinnerung an Dr. Rudolf Benario, zu dessen Ehren der mittlerweile zum dritten Mal verliehene Preis dieses Jahr erstmalig umbenannt wurde. Auf dem Programm stehen unter anderem Laudationes von Mitgliedern des FAU CHREN, die feierliche Preisübergabe durch eine Vertreterin bzw. einen Vertreter der FAU sowie musikalische Beiträge. Der Angehörige Dr. Shmuel Hirschmann wird im Rahmen der Veranstaltung Dr. Rudolf Benarios gedenken.
Im Anschluss an die Preisverleihung laden wir zu einem Empfang ein, der Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Begegnung mit der Preisträgerin, den Mitwirkenden und Gästen bietet.
Teilnahme und Registrierung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Eine Registrierung per E-Mail an humanrights[at]fau.de unter Angabe der institutionellen Anbindung, beruflichen oder studentischen Rolle ist erforderlich.

- File Name
- 260901_Program_FAU_Rudolf_Benario_Human_Rights_award_nw_07
- File Size
- 799 KB
- File Type
- 28Sep.18:00 – 20:00Marmorsaal, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg
Über die Preisträgerin Ligia Bolívar
Ligia Bolívar ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Menschenrechte der Universidad Católica Andrés Bello (UCAB) in Caracas, Venezuela, und lebt derzeit im Exil in Kolumbien. Zuvor war sie Direktorin des UCAB-Zentrums für Menschenrechte sowie regionale Vertreterin von Amnesty International für Lateinamerika und die Karibik, Spanien und Portugal. Darüber hinaus leitete sie ein Projekt zur Beteiligung der Zivilgesellschaft im Rahmen der Justizreforminitiative des Obersten Gerichtshofs von Venezuela. Im Laufe ihrer Karriere war sie zudem als Beraterin für verschiedene Organisationen tätig, darunter das Interamerikanische Institut für Menschenrechte. Sie ist Gründerin des Venezolanischen Programms für Bildung und Aktion im Bereich Menschenrechte (PROVEA), einer führenden Nichtregierungsorganisation in der Region. In den letzten Jahren hat sie sich nachdrücklich gegen autoritäre Tendenzen sowohl in der aktuellen Maduro-Regierung in Venezuela als auch in der Trump-Regierung in den Vereinigten Staaten ausgesprochen.
Über den FAU Rudolf Benario Human Rights Award
Bei ihrer Entscheidung berücksichtigte die Jury die Beiträge der Nominierten sowohl zur akademischen als auch zur aktivistischen Menschenrechtsarbeit. Sie berücksichtigte zudem die Schwere des Drucks, die prekären Bedingungen, die Risiken und die Bedrohungen, denen die Nominierten ausgesetzt sind, sowie die Frage, ob sie bereits zuvor Auszeichnungen oder andere Formen der Unterstützung erhalten hatten. Schließlich war es der Jury ein Anliegen, auf eine besonders dringliche globale Menschenrechtssituation aufmerksam zu machen.
Die diesjährige Preisverleihung – die dritte ihrer Art – markiert zugleich die Umbenennung des Preises zu Ehren von Dr. Rudolf Benario, einem Doktoranden der FAU, der sich gegen die Komplizenschaft mit dem NS-Regime wandte und 1933 in Dachau ermordet wurde.

