Grace Sitati ist Doktorandin im internationalen Doktorandenprogramm der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) unter der Betreuung von Prof. Dr. Markus Krajewski und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth, einer am Programm beteiligten Hochschule, wo sie dem Lehrstuhl für Afrikanische Rechtswissenschaften unter Prof. Dr. Thoko Kaime angehört. Sie hat einen LL.M. in Regionaler Integration und Recht der Ostafrikanischen Gemeinschaft vom Tansanisch-Deutschen Zentrum für Ostafrikanische Rechtswissenschaften (TGCL) der Universität Dar es Salaam, ein Postgraduierten-Diplom in Rechtswissenschaften von der Kenya School of Law sowie einen LL.B. von der Moi University in Kenia. Sie hat ein großes Interesse an den Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Menschenrechten, regionaler Integration und alternativer Streitbeilegung (ADR). Sie ist Mitglied des Chartered Institute of Arbitrators (Zweigstelle Kenia) und zertifizierte professionelle Mediatorin (MTI). Grace war als Rechtsreferentin bei der Ethik- und Antikorruptionskommission von Kenia tätig und zuvor als Legal Compliance Associate bei Manyonge Wanyama & Associates LLP in Nairobi.
Graces Doktorarbeit befasst sich mit der schwierigen Lage von Beschäftigten auf digitalen Plattformen im Globalen Süden, wobei Kenia als Fallstudie dient. Aus einer menschenrechtsbasierten Perspektive untersucht sie in ihrer Forschung die Rechenschaftspflicht von Unternehmen und den Zugang zu wirksamen Rechtsbehelfen bei unlauteren Arbeitspraktiken auf digitalen Arbeitsplattformen in Kenia. Dabei geht sie der Frage nach, inwiefern bestehende Rahmenbedingungen größtenteils auf traditionelle Beschäftigungsverhältnisse ausgerichtet sind und somit den Schutz von Plattformbeschäftigten im Zeitalter der digitalen Arbeit vor unlauteren Arbeitspraktiken durch Unternehmensplattformen und deren Vermittler einschränken.