Özlem Zıngıl Kök ist eine Rechtsanwältin und Menschenrechtsforscherin aus der Türkei mit Erfahrung in den Bereichen Menschenrechtsrecht, Wirtschaft und Menschenrechte sowie Umweltgerechtigkeit. Sie hat einen LL.M. in Wirtschaftsrecht von der Galatasaray-Universität, einen MA in Kulturwissenschaften von der Istanbul Bilgi-Universität und einen LL.B. von der Marmara-Universität. Derzeit promoviert sie mit Schwerpunkt auf der staatlichen Schutzpflicht in wettbewerbsorientierten autoritären Regimen, wobei sie die Türkei als Fallstudie heranzieht. Sie wird untersuchen, wie sich Allianzen zwischen Staat und Wirtschaft in diesen Kontexten auf Menschenrechte und Umwelt auswirken und wo die Grenzen bestehender Instrumente im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte sichtbar werden.
Özlem verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung in den Bereichen Rechtspraxis, Unternehmensberatung und Menschenrechtsarbeit. Als Programmberaterin beim Center for Spatial Justice (Mekanda Adalet Derneği) leitete sie die Arbeit zu Wirtschaft und Menschenrechten und wirkte an Initiativen für Umwelt- und Klimagerechtigkeit mit. Parallel dazu war sie Programmdirektorin des Legal Studies Programme am Truth Justice Memory Center (Hafıza Merkezi) und leitete strategische Rechtsstreitigkeiten, Dokumentationsarbeit und internationale Advocacy-Maßnahmen im Zusammenhang mit Verschleppungen, Polizeigewalt, Straflosigkeit und dem schrumpfenden zivilgesellschaftlichen Raum in der Türkei.
Sie ist Mitglied der Anwaltskammer Istanbul und hat Fälle vor dem türkischen Verfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertreten. Ihre Forschungs- und Anwaltsarbeit steht in engem Zusammenhang mit internationalen Menschenrechtsmechanismen, darunter die Vereinten Nationen und der Europarat, und ihre wissenschaftlichen Interessen umfassen Unternehmensverantwortung, Umweltgerechtigkeit, Zugang zu Rechtsbehelfen und den Schutz der Menschenrechte in autoritären Kontexten.